Financial Action Task Force fordert globale Regularien für Kryptowährungen

Aktuell gibt es keine klare Rechtsgrundlage für staatliche Kontrollen von Kryptowährungen. Daher ist es möglich, Geld unkontrolliert zu überweisen und seine Herkunft zu verschleiern – eine gute Gelegenheit für Kriminelle und Terroristen sich zu bereichern. 

Die Financial Action Task Force (FATF) möchte hier einschreiten. Sie ist das wichtigste internationale Gremium zur Bekämpfung und Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung und umfasst aktuell 35 Mitgliedstaaten sowie die EU-Kommission und den Golf-Kooperationsrat. Bis Juni 2019 werden nun Vorgaben zur Regulierung von Kryptowährungen erarbeitet und verabschiedet, die für alle Mitgliedstaaten gelten werden. Börsen und Firmen, die Krypto-Geldbörsen anbieten, sollen lizensiert und reguliert werden. Auch für Unternehmen, die Finanzdienstleistungen für die Ausgabe neuer Kryptowährungen (Initial Coin Offerings) anbieten, sollen die neuen Regularien gelten. Und Ländern, die die Regulierung nicht umsetzen, soll dann der Zugang zum globalen Finanzsystem erschwert werden. Dies wäre die erste internationale Initiative im noch jungen Markt Kryptowährungen. Bisher handhaben die Staaten die Kontrolle sehr unterschiedlich.

Hier finden Sie weitere Informationen zur FATF.

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