Timo Aden ist Gründer und Geschäftsführer von Trakken Web Services – einem Unternehmen, welches sich auf Digital Analytics, Conversion Optimierung, DataScience, AdTech und Google Cloud spezialisiert hat. Nach den BWL-Studium in Lüneburg hat er bei AdLink angefangen bevor er zu Google wechselte, wo er für Google Analytics in Nordeuropa verantwortlich war. Timo hat bei Trakken unter anderem den Bereich für Digital Analytics aufgebaut, die Internationalisierung vorangetrieben und tritt als Speaker auf zahlreichen Konferenzen auf. Dazu hat er drei Bücher sowie viele Fachartikel zu Google Analytics veröffentlicht.



Lieber Herr Aden, Google Ads, SEO und Co. sind inzwischen viel genutzte Begriffe, die von den meisten Kunden verstanden werden. Was genau jedoch verbirgt sich hinter „Digital Analytics“?
Für Digital Analytics gibt es sogar eine offizielle Definition und zwar versteht man darunter: „Das Messen, Sammeln, Analysieren und Auswerten von Online-Daten mit dem Zweck, die Customer-Online-Journey besser zu verstehen und die Geschäfte darauf zu optimieren“. Im Grunde geht es darum Daten zu erheben, die dann entsprechend analysiert und interpretiert werden, um Dinge besser zu machen. Besser zu machen in dem Sinne, dass die jeweiligen Ziele eines Webseitenbetreibers besser erreicht werden. Diese werden nur dann besser erreicht, wenn die Besucher der Webseite sich dort gut zurecht finden, durch die richtigen Kampagnen angesprochen werden und damit jeweils ihre Bedürfnisse schnell, einfach und vertrauenswürdig befriedigen können. Insgesamt geht es um Transparenz – denn nur durch Transparenz und Informationen können die richtigen Dinge optimiert werden. Daraus resultierend ergeben sich aus dem Bereich Digital Analytics verschiedenste Optimierungspotenziale und Handlungsempfehlungen, die dann wiederum auch Veränderungen von Google Ads, SEO und Co. zur Folge haben.

Es geht also darum, aus Daten gewinnbringende Informationen für das eigene Unternehmen zu ziehen. Geben Sie uns doch mal ein konkretes Beispiel: Wie kann man Digital Analytics nutzen, um aus Besuchern Nutzer beziehungsweise Kunden zu machen?
Gerne gebe ich ein einfaches und naheliegendes Beispiel. Angenommen ich möchte eine blaue Bluse kaufen und gebe in die Google Suche „blaue Bluse kaufen“ ein. Wenn ich dann auf eine passende Anzeige klicke, lande ich auf einer Seite. Die Frage ist hier bereits „Wie sieht diese Seite aus?“ Lande ich auf einer Homepage, einer Kategorieseite für Blusen oder auf einer Produktdetailseite einer blauen Bluse? Wie passende ist die Landing Page auf meine Suchanfrage zugeschnitten? Finde ich direkt das Produkt oder muss ich noch weitere Seiten des Anbieters aufrufen, um meinem Ziel, eine blaue Bluse zu kaufen, näher zu kommen?
Durch ein Digital Analytics Tool kann ich all dies analysieren – welche Suchbegriffe sorgen für wie viele Besuche auf meiner Webseite? Auf welchen Seiten landen die Besuche? Wie ist deren Verhalten, nachdem sie auf meiner Seite gelandet sind? Wie viele kaufen oder wie viele legen zumindest ein Produkt in den Warenkorb? Und ist es das, wonach sie ursprünglich gesucht haben? Oder verlassen die Besuche schon vorher wieder meine Webseite? Und über welches Gerät besuchen die Leute meine Webseite? Kommen sie wieder?

Dies ist nur eine sehr kleine Auswahl möglicher Fragestellungen, die alle spannend, relevant und mit Digital Analytics im Detail zu beantworten sind. Auf Basis von diesen Informationen können und sollten dann entsprechende Optimierungen durchgeführt werden.

Viele Startups und Mittelständler werden sich fragen: Lohnt sich der ganze Aufwand für mich? Welche Dienstleistungen bietet Ihr Unternehmen Trakken an und wer kann davon profitieren?
Digital Analytics ist im Grunde ein Pflichtprogramm für jeden, der eine Webseite hat, beziehungsweise für jeden, der ein halbwegs relevantes Business hat. Wer Geld für Marketing-Aktivitäten ausgibt, möchte ja auch wissen, wie, wo und wann das Geld sinnvollerweise investiert werden soll. Hierbei kann Digital Analytics deutlich helfen. Und damit ist es für ein Startup oder einen Mittelständler genauso relevant und interessant wie beispielsweise für global agierende Konzerne. Oder anders ausgedrückt: Ohne Digital Analytics kann ich mir sowohl meine Website wie auch sämtliche (Online-)Marketing-Aktivitäten sparen.

Trakken ist, neben anderen Bereichen, auf Digital Analytics spezialisiert. Vor allem Google Analytics – in der kostenfreien als auch in der bezahlten Variante – ist hier das Tool der Wahl. Dabei unterstützt Trakken bei der vollständigen Implementierung, der Individualisierung und dann auch bei der Interpretation und Analyse der Ergebnisse, sowie der Umsetzung von Optimierungen auf der Webseite. Trakken sorgt für die ideale Datenbasis und Tool-Infrastruktur.

Kommen wir nun zur anstehenden Konferenz, dem Analytics Summit: Welche Themen und Trends werden im Vordergrund stehen? Und vor allem: Was ist Ihr persönliches Highlight?
Der Analytics Summit dreht sich rund um Google Analytics und angrenzende Tools – also Google Tag Manager, DataStudio als auch innovative Cloud-Produkte wie BigQuery. Das Motto der Veranstaltung seit Gründung ist „Von Usern für User“. Das heißt wir erwarten von unseren Speakern praxisnahe Vorträge mit idealerweise konkreten Take-Aways für die Teilnehmer. Hierbei werden diverse Themen abgedeckt und auch verschiedene Skills berücksichtig. Vorab werden die Vorträge nach Beginner, Intermediate oder Advanced klassifiziert. Insofern ist der Analytics Summit die ideale Veranstaltung für jeden der Google Analytics nutzt oder erfahren möchte, wie andere Unternehmen damit umgehen.
Wir versuchen tatsächlich immer aktive Google Analytics Nutzer und Anwender als Speaker zu gewinnen. Dies sind in der Regel dann Vortragende, die noch nicht auf sämtlichen großen Bühnen gestanden, aber dafür jede Menge zu erzählen haben. Für mich ist jeder Speaker genau deswegen ein persönliches Hightlight. Neben den Product Managern von Google, die extra für die Konferenz aus Mountain View eingeflogen kommen, freue ich mich auf Simo Ahava. Simo kommt aus Finnland und ist ein anerkannter Experte vor allem für den Google Tag Manager. Seit fünf Jahren versuche ich ihn für den Analytics Summit zu gewinnen – dieses Jahr hat alles gepasst und er ist dabei. Darauf können sich sicherlich alle Teilnehmer freuen!