Der technologische Fortschritt ist so schnell geworden, dass er unser Leben innerhalb von wenigen Jahren komplett gewandelt hat. Ein Vergleich mit dem Alltag unserer Großeltern zeigt, dass wir einschneidende technische Veränderungen heutzutage in viel kürzeren Intervallen erleben, im letzten Jahrhundert hat sich dieser Prozess noch auf mehrere Jahrzehnte verteilt. Die technologische Entwicklung verläuft exponentiell, was wiederum bedeutet, dass sich der Wandel in Zukunft nicht verlangsamt, sondern im Gegenteil noch schneller vollzieht. Während das Internet 1993 lediglich 3 % des weltweiten Informationsflusses ausmachte, gab es zehn Jahre später bereits mehr digitalen als analogen Informationsaustausch, mit dem ersten iPhone 2007 wurde das Internet plötzlich mobil und heute sprechen wir vom Internet of Things (IoT), das eine universale Kommunikation, sowohl unter den Objekten als auch mit deren Umgebung, ermöglicht. Unsere physische Welt der Dinge verschmilzt mit der virtuellen Welt der Daten, vor zwanzig Jahren war das noch Science-Fiction.



Wie sollen wir mit dieser digitalen Revolution umgehen, die aufgrund des exponentiellen Wachstums nur der Anfang einer weitaus größeren Umwälzung ist? Um mit dieser immer schneller werdenden Dynamik Schritt halten zu können, müssen wir unser lineares Denken ablegen und die Technologie als Treiber für Disruption begreifen. Wir müssen agiler werden und unsere starren Strukturen anpassen, damit wir dem fortlaufenden Veränderungsprozess der digitalen Transformation folgen können. Die Technologie samt digitaler Infrastruktur und ihren vielfältigen Möglichkeiten der Anwendung und Verwertung liefert dafür die Basis. Zu unseren heutigen Anforderungen gehören Schlüsselkompetenzen wie Software Engineering, Systems Engineering, IT-Sicherheit, Big Data und Cloud Computing. Das Potenzial von künstlicher Intelligenz (KI), Robotik und Blockchain und anderen Schlüsseltechnologien ist noch nicht absehbar, es ist jedoch sicher, dass wir auch hier mit großen Sprüngen rechnen müssen.

Trends wie Emotion AI, Digitale Zwillinge und Service Roboter rücken unserem Alltag immer näher. The next big thing wird kommen, und wer im digitalen Zeitalter nicht abgeschüttelt werden will, sollte für Veränderungen offen sein und die Technologie als Enabler verstehen.