Stimmen aus dem Netzwerk:

Hackerschool @home!

Liebes Hamburg@work Team,

die Corono-Krise hat die Hacker School schwer getroffen: All unsere geplanten Workshops sind ins Wasser gefallen und momentan weiß niemand, wie lange das Virus noch unseren (Arbeits-)Alltag beherrschen wird. Doch Programmieren lernen geht zum Glück auch remote! Das zeigen wir von der Hacker School nun mit unserem neuen Projekt @home. Dr. Julia Freudenberg, Leiterin der Hacker School, hat in einem Kurzinterview die wichtigsten Fragen zur aktuellen Lage und zum @home Projekt beantwortet. Wir hoffen, hier im Hamburg@work Netzwerk möglichst viele Kinder und Jugendliche dafür begeistern zu können.

 

Julia, wie ist die aktuelle Situation bei der Hacker School?

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch die Hacker School hart getroffen. Die Sessions finden ja an Wochenenden in unterstützenden Unternehmen statt. Allein im März mussten wir 30 Veranstaltungen absagen. Eine richtige und wichtige Maßnahme für die Gesundheit aller, aber in diesem Kontext natürlich doppelt schmerzhaft. Die Kinder müssen zu Hause lernen, die Eltern arbeiten im Home Office - da wird einem die Notwendigkeit einer guten digitalen Grundbildung doch sehr deutlich vor Augen geführt. Für alle, aber besonders auch für Familien sind dies herausfordernde Tage.“ 

 

Wie hat die Hacker School auf die Situation reagiert? 

„Der März war schon heftig. Die Absage der ganzen Sessions, die wir alle schon komplett organisiert hatten - für uns ein finanzielles Desaster. Wir sind ein kleiner gemeinnütziger Verein. Da schaltet sich schnell das Notstromaggregat ein, wenn eingeplante Einnahmen ausfallen. Dazu kamen emotionale Momente. Wir haben viele Mails von traurigen Kindern bekommen, die sich auf die Kurse gefreut hatten. Aber wir sind ein tolles Team, und das hat recht schnell auf den bekannten Energiemodus umgeschaltet. Sicher war da auch etwas Innovationsdruck dabei, aber wir haben uns gedacht: Ok, aktuell sitzen alle Kinder zu Hause und haben Zeit - und die Eltern brauchen Ruhe, um im Home Office arbeiten zu können. Was ist da näherliegend, als die Hacker School @home anzubieten. Wir bieten bereits mehrere Sessions pro Woche an und versuchen parallel, möglichst viele Firmen davon zu begeistern, sich mit ihren IT-Fachleuten hier ebenfalls zu engagieren, um das Angebot noch zu vergrößern. Die Kindern können lernen, wie die Technik von Videokonferenzen funktioniert und auch erste Programmiererfahrungen sammeln. Und den Eltern schaffen wir zeitliche Freiräume, um sich in Ruhe auf ihre eigentlichen Jobs zu konzentrieren.“ 

 

Wie kann man sich Hacker School @home konkret vorstellen ? 

„Bei den normalen Hacker School Sessions gehen wir ja an Wochenenden in Unternehmen, wo wir zumeist samstags und sonntags nachmittags die Kinder mit den dortigen Inspirern für das Programmieren begeistern. Wir übernehmen das gesamte Grundkonzept für die Hacker School @home. Über die Plattform Zoom laden wir in Online-Meetingräume ein, geben gemeinsam eine Einführung und lassen die Kinder danach in separaten Arbeitsräumen im Pair Programming an Projekten arbeiten, also genau wie bei den normalen Sessions. die Inspirer stehen für Fragen zur Verfügung und geben erklärenden Input. Für die Inspirer gibt es zuvor eine gesonderte Einführung und für die Kinder am Tag zuvor einen Technik-Check.  Was mir sehr wichtig ist: Wir lernen gemeinsam mit den Kindern, dass es immer darauf ankommt, was man aus einer Krise macht. Man kann sich verantwortungsvoll verhalten, aber trotzdem die Zeit sinnvoll nutzen und dabei Freude haben. Nenn es Mindset, Attitude oder einfach den Mut der Verzweiflung: ich bin sehr dankbar, dass wir mit der Hacker School @home einen Beitrag für die Bildung der Kinder aber auch für die Arbeitsbedingungen der Eltern im Home-Office leisten können. Also, wer mitmachen möchte: meldet Euch sobald wie möglich bei uns: info@hacker-school.de, wir brauchen jede helfende Hand.“


Das Team von Hamburg@work freut sich riesig, wenn uns solche Nachrichten erreichen, denn das Coronavirus stellt uns alle vor neue Herausforderungen am Arbeitsplatz, für die es Lösungen bedarf. Was liegt in dieser Situation näher als sich auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig Mut machen? 
Erzähl Laura und dem Netzwerk, dass und wie dein Unternehmen die Krise übersteht. #bettertogether